Wir schauen auf Nachhaltigkeit

05 Apr
CSR

Wir schauen auf Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (vor allem von Lebewesen und Ökosystemen) gewährleistet werden soll.

zertifikatDas Wort Nachhaltigkeit stammt vom Verb nachhalten – mit der Bedeutung „längere Zeit andauern oder bleiben“. Ursprünglich hatte das Wort eine besondere forstwissenschaftliche Bedeutung als „forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann“.

Ab 2009 taucht als Synonym zur Nachhaltigkeit der Begriff enkelgerecht auf. Seit 2014 wird dieser auch verstärkt in der Politik außerhalb des grünen Spektrums und auch in der Nachhaltigkeitsstrategie verwendet. Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie in der Neuauflage von 2016 ist überschrieben mit dem Slogan „Der Weg in eine enkelgerechte Zukunft“. Das Synonym dient als Sinnbild für eine ausgeprägt nachhaltige Welt, in der unser Wirtschaften die Chancen der nachfolgenden Generationen nicht mindert.
Dazu steht auch auf der Homepage des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus zu lesen:

„Nachhaltige Entwicklung steht für die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft. Sie ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen. Die Forderung, diese Entwicklung dauerhaft zu gestalten, gilt für alle Länder und deren Menschen.“

2016 hat sich die BHAG zum ersten Mal einem Ethik-Check unterzogen und wurde mit dem Gütesiegel in Silber „ZUKUNFTSFÄHIG UND ENKELTAUGLICH“ ausgezeichnet. Im Jahr 2018 wurde nach einer Evaluierung das Gütesiegel bis Juni 2020 verlängert.
Dabei wurde ein besonderer Blick auf die CSR gelegt. Corporate Social Responsibility (Soziale Verantwortung des Unternehmens) ist die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung (oft auch als unternehmerische Sozialverantwortung bezeichnet) und umschreibt den freiwilligen Beitrag eines Unternehmens zu einer nachhaltigen Entwicklung, welcher über die gesetzlichen Forderungen (Compliance) hinausgeht. CSR steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit (Markt), über ökologisch relevante Aspekte (Umwelt), bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Arbeitsplatz) und den Austausch mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessentengruppen (Stakeholdern).

Nachhaltigkeit wird auch als Zusammenspiel von ÖKONOMIE – UMWELT – SOZIALES bezeichnet. Begriffe, die auch in der BHAG verankert und vielleicht nicht immer für jeden sichtbar sind.

Ich versuche nun aus unserer Sicht auf die einzelnen Themen einzugehen.

NachhaltigkeitÖKONOMIE
Verantwortliches unternehmerisches Handeln (Markt)

In unserer Unternehmensphilosophie bekennen wir uns nicht nur zu unseren Werten „KOMPETENT-VERLÄSSLICH-TRANSPARENT“, sondern auch zu den gemeinsam erarbeiteten Unternehmensleitsätzen mit der zentralen Aussage „Wir sind das zentrale Dienstleistungsunternehmen für das Rechenwesen des Bundes und garantieren kompetente, verlässliche und transparente Leistungen.“ Diese zentrale Aussage wird verstärkt durch die Themen „FÜHRUNG, GEMEINSAMKEIT, ENTWICKLUNG, MOTIVATION, VERANTWORTUNG und KOMPETENZ“, welche wir in den Mittelpunkt unseres Handels stellen.
Ein ständiger Austausch mit Anspruchs- und Interessentengruppen (Stakeholdern) gehört ebenfalls dazu. Nennen möchte ich nur die Kundenbefragungen, die Kundenmeetings, die Beiratssitzungen, die Besuche Strategischer Partnerinnen und Partner und die Gespräche unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im täglichen Kontakt mit den Kundinnen und Kunden.

UMWELT
Ökologisch relevante Aspekte

Entgegen der Ökonomie wird vieles hier leider oft unterschätzt. Zahlen zeigen aber auf, dass auch wir die Umwelt als wichtiges Gut betrachten und so behandeln.
Der hohe CO2-Ausstoß ist regelmäßig in den Medien. Die Politik fordert ein Umdenken. Unternehmungen und auch die Menschen sollen einen Beitrag leisten. Wie geschieht dies durch die BHAG? Durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bei Dienstreisen konnte die BHAG 34,2 Tonnen CO2 einsparen (Siehe NL 7-18). Die Überreichung einer Urkunde durch die ÖBB im Jahr 2018 war der Lohn.

Die Telearbeit im Unternehmen boomt! Unter dieser Schlagzeile kann man die Entwicklung der Telearbeit sehen. Waren es mit 31.01.2018 noch 53 MA so sind es Anfang 2019 bereits mehr als 160 MA, die zumindest einen Tag in der Woche für Telearbeit nutzen. Nicht nur eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist gegeben, sondern auch die Reduktion der Fahrten zum und vom Dienstort führen zu einer Entlastung der Umwelt.

Auch der Papierverbrauch, die Energieeffizienz, Mülltrennung und vieles mehr könnte hier noch angeführt werden und waren schon Thema im Newsletter April 2018.

Stolz können wir sagen, dass bei uns die Umwelt nicht zu kurz kommt, aber nach oben sicherlich noch Potential vorhanden ist.

SOZIALES
Beziehung zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Arbeitsplatz)

Seit Gründung der BHAG ist für uns ein Gutes „Miteinander“ von großer Bedeutung.

Mit dem Handbuch zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement bekennen wir uns nicht nur zur regelmäßigen Evaluierung unternehmensinterner Prozesse hinsichtlich der gesundheitsförderlichen oder -schädigenden Auswirkungen, sondern auch zu Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Ein jährlich durch viele Kolleginnen und Kollegen angenommenes „XUND-Programm“ ist die unmittelbare und positive Rückmeldung zum Bestreben, auf diese Weise die Beziehung am Arbeitsplatz zu fördern.

„Gesund Führen“ und „Gesund Führen – eine gemeinschaftliche Herausforderung“

Über diese beiden Workshop-Reihen haben wir die demografischen Auswirkungen auf das Arbeitsleben und den Umstand, dass wir alle vermutlich länger im Arbeitsprozess bleiben werden, zuerst den Führungskräften näher gebracht und anschließend als gemeinschaftliche Herausforderung den interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vermittelt. Positive Rückmeldungen haben uns gezeigt, dass wir hier ein Thema aufgegriffen haben, das immer mehr in das Zentrum einer Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterführung rücken wird.

All diese Aktivitäten zeigen, dass das Thema Nachhaltigkeit in der BHAG nicht nur niedergeschrieben ist, sondern auch wirklich gelebt wird. Machen wir so weiter und leisten wir somit unseren Beitrag zur Zukunftsfähigkeit und Enkeltauglichkeit. Wir sind es unseren Nachkommen schuldig!

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