Wie nachhaltig war die BHAG im Jahr 2021?

04 Mai

Wie nachhaltig war die BHAG im Jahr 2021?

Die Buchhaltungsagentur des Bundes konnte 2021 den Stromverbrauch um bis zu 56% reduzieren. Das entspricht in etwa der Versorgung von 80 Haushalten. Die außergewöhnlichen Leistungen zeigt der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht auf.

Nachhaltigkeit bezieht sich aber nicht nur auf die Reduktion von CO2-Emissionen oder Energieeffizienz, sondern auch auf die Arbeitsbedingungen. Die Buchhaltungsagentur des Bundes setzt seit jeher auf Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Diversität.

Hier geht’s zum Nachhaltigkeitsbericht 2021!

Warum ist der BHAG Nachhaltigkeit wichtig und wie nimmt die BHAG ihre Verantwortung als nachhaltiges Unternehmen war?

„Die BHAG wird den bisherigen Weg des nachhaltigen Wirtschaftens konsequent weiterführen. Umweltschutz, Energieeffizienz, die Einsparung von CO2 und nachhaltige Arbeitsbedingungen sind der BHAG ein Anliegen, um einen Beitrag zu leisten, dass Belastungen für künftige Generationen verringert werden.

Die BHAG setzt im Unternehmen selbst Maßnahmen und Initiativen zur Erreichung der Entwicklungsziele der UN Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung um und unterstützt andererseits die Bundesministerien bei der Umsetzung der UN Agenda 2030. Bei 11 der insgesamt 17 Entwicklungsziele werden durch die BHAG 50 Maßnahmen und Initiativen von der Armutsbekämpfung, Maßnahmen zum Klimaschutz bis zu Nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern gesetzt. Als im Eigentum des Bundes befindliches Unternehmen, ist die BHAG gefordert, alle nationalen und internationalen Vorgaben konsequent umzusetzen und einen schonenden Ressourceneinsatz zu gewährleisten. Für die BHAG als das zentrale Dienstleistungsunternehmen für das Rechnungswesen des Bundes ist es wichtig, einerseits eine positive Öko-Bilanz aufzuweisen und andererseits eine attraktive, nachhaltige Arbeitgeberin zu sein. Der nachhaltige Unternehmenserfolg der BHAG und ihrer Tochtergesellschaften sichert langfristig rund 500 österreichische Arbeitsplätze.“, so Helmut Dietrich, Geschäftsführer der BHAG.

Helmut Dietrich, Geschäftsführer © BHAG
Ralf Hammer
Ralf Hammer, Abteilungsleiter Marketing/Vertrieb/Schulung © BHAG

Was tut die BHAG als verantwortungsbewusste Arbeitgeberin um nachhaltige Arbeitsbedingungen zu schaffen?

Die BHAG nimmt ihre Verantwortung als nachhaltige Arbeitgeberin besonders ernst. Die gelebten Grundsätze Kompetenz, Transparenz und Verlässlichkeit werden beginnend vom Recruiting-Prozess über die Personalentwicklungsmaßnahmen, der Vereinbarkeit von Familie, Beruf und persönlichen Bedürfnissen bis hin zu einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement sichtbar. Das XUND-Programm wurde 2009 im Unternehmen eingeführt und ist von den MA der BHAG sehr positiv angenommen worden.

Die BHAG fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, indem sie moderne Arbeitsmodelle, welche eine zeitliche und örtliche Flexibilität des Arbeitens ermöglicht, anbietet. Durch die Automatisierung / Digitalisierung der internen Prozesse und durch die Anpassung der technischen Ausstattung wird das zeitlich und örtlich unabhängige Arbeiten ermöglicht. Dadurch soll eine Steigerung der Arbeits- und Ergebniszufriedenheit bei den MA und eine verbesserte Vereinbarkeit von individueller Berufs- und Lebensführung erzielt werden. Damit soll eine ausgewogene Work-Life-Balance für die MA ermöglicht werden.

Die BHAG ist sich ihrer Verantwortung in Bezug auf Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Diversität bewusst. Gleichbehandlungsbeauftragte achten auf die Erfüllung der hohen ethnischen Standards in Sachen Chancengleichheit. Diskriminierungsfreie Sprache der Stellenanzeigen und die ausdrückliche Aufforderung an Frauen sich bei Interesse und Qualifikation zu bewerben, sind für die BHAG eine Selbstverständlichkeit. Der Anteil der weiblichen FK ist von rund 28% im Jahr 2005 auf knapp über 47 % zum 1.1.2022 gestiegen. In der Betriebsvereinbarung Gleichstellung Frauenförderung wurde von der BHAG ein Anteil von 50% weiblicher FK festgelegt.

Für MA ermöglicht die BHAG unternehmensinterne Weiterbildungsangebote und Karrierewege. Mit den Aus-, Fort- und Weiterbildungen und den damit verbundenen Lehr- und Lerninhalten sowie der gleichzeitigen technisch-funktionalen Ausbildung am Arbeitsplatz wird die Basis zur Qualifikationssteigerung der MA gelegt.

Durch die agile Arbeitskultur der BHAG kann auf neue Herausforderungen, neue Aufgaben und Krisen reagiert werden. Im Rahmen der Corona-Krise konnte die BHAG durch die Abwicklung von 11 COVID-19-Sonderprojekten die MA mehr als auslasten und musste keine MA in Kurzarbeit schicken.“, sagt Ralf Hammer, Abteilungsleiter Marketing/Vertrieb/Schulung.

Gestiegene Energiepreise und die Energiekrise sind aktuell für alle Unternehmen ein großes Thema. Welche Maßnahmen zur Energieeffizienz hat die BHAG bisher gesetzt bzw. sind in Umsetzung?

Der Stromverbrauch in Wien und Graz ist von 435.200 kWh im Jahr 2011 auf 193.100 kWh im Jahr 2021 zurückgegangen (-56%). Gründe für den Rückgang des Stromverbrauches sind der Einsatz von Elektrogeräten mit geringerem Stromverbrauch, Wegfall aller Zimmerdrucker und Reduktion der Ausdrucke, Abbau der Klimageräte für die Serverräume durch Verlagerung der Server in das Bundesrechenzentrum (BRZ) und eine durch Telearbeit und Desksharing ermöglichte Flächenreduktion. Die Fassade des Gebäudes am Standort Wien wurde 2014 durch den Hauseigentümer thermisch saniert. Der Energieverbrauch für Heizung und Kühlung hat sich dadurch für den Flächenanteil der BHAG um über 20% reduziert.

Bei einer Ersatzbeschaffung von Dienstautos werden seit 2021 Hybridautos bzw. eAutos angeschafft. 2021 wurde am Standort Wien eine eLadestation für die Dienstautos errichtet. 2022 soll eine Lademöglichkeit für eBikes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen werden. Für Fahrer von Dienstautos und Personen, welche viele Dienstfahrten mit PKWs haben, wird ein Spritspartraining angeboten.

Im Rahmen des heuer stattfindenden Umbaus am Standort Graz erfolgt eine Umstellung auf LED-Beleuchtung. 2022 wird auch mit einer schrittweisen Umstellung der bisherigen Beleuchtung auf LED begonnen. 

Bei der Anschaffung von Elektrogeräten werden nur mehr Geräte mit einer niedrigen Energieklasse, entsprechend den Aktionsplan für nachhaltige öffentliche Beschaffung (NaBe), ausgewählt.“, erzählt Andreas Böhm, Abteilungsleiter Infrastruktur.

Andreas Böhm, Abteilungsleiter Infrastruktur © BHAG